Faustlos

Faustlos ist ein präventiver Ansatz und hat zum Ziel, das Sozialverhalten von Kindern zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Es beruht auf einem didaktischen Konzept, das Wissensvermittlung und praktisches Üben miteinander verbindet, um so den Lernerfolg zu maximieren.

Die Lektionen von Faustlos sind in drei Bereiche unterteilt:

Empathieförderung

    Hier lernen die Kinder:
  • Gefühle zu erkennen (z.B. glücklich, traurig, ärgerlich)
  • Vorherzusagen, wie andere Menschen sich fühlen (indem sie sich in andere hineinversetzen)
  • Anderen ihr Mitgefühl zu zeigen (indem sie auf die Gefühle anderer reagieren)

Impulskontrolle

    Hier lernen und üben die Kinder:
  • ein Problemlöseverfahren
  • verschiedene soziale Verhaltensweisen (z.B. Teilen, Abwechseln)

Umgang mit Ärger und Wut

    Hier lernen und üben die Kinder:
  • sich zu beruhigen
  • ihre Ärger-Gefühle sozial angemessen zum Ausdruck zu bringen

Faustlos wird in den ersten drei Schuljahren mit je einer Wochenstunde unterrichtet. Im 4. Schuljahr können einige Einheiten noch einmal aufgegriffen und vertieft werden. Anhand von beispielhaften Situationen werden soziale Verhaltensfertigkeiten gelernt und geübt. Die Situationen sind den jeweiligen Klassenstufen angepasst.


Das Curriculum Faustlos fördert die sozialen und emotionalen Kompetenzen bei Kindern, damit sie Konflikte nicht auf Kosten von anderen lösen müssen. Kinder können in ihrem Empathie- und Problemlösungsverfahren und im Umgang mit heftigen Gefühlen schon früh gefördert werden. Das Programm Faustlos beginnt schon im Kindergarten und wir möchten es unter anderem deshalb an unserer Schule fortsetzen. Konflikte sind im Leben allgegenwärtig und gehören auch für Kinder zum Alltag. Die Kinder lernen mit Faustlos, alltägliche Probleme konstruktiv zu lösen.