EMU-Kids

Die EMU-Kids

Wichtige Information für die Eltern unserer EMU-Kids: Falls Sie die Beiträge für die Monate April – Juni erstattet bekommen möchten, melden Sie sich doch bitte telefonisch im Sekretariat. Wir freuen uns natürlich darüber, wenn Sie die Beiträge trotz des eingeschränkten Unterrichts weiter laufen lassen, da wir damit die laufenden Kosten begleichen können. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Wir hoffen selbstverständlich, dass wir nach den Sommerferien auch mit den EMU-Kids möglichst normal weitermachen können.

Hier finden Sie Links zu Videos, die unsere EMU-Kids im „Homeschooling“ gedreht haben! Viel Spaß!

http://grundschule-neisseweg.de/wp-content/uploads/2020/06/VID-20200606-WA0006.mp4

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Allgemeine Informationen zu den EMU-Kids

Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 besteht in Zusammenarbeit mit der Schule für Kunst und Musik an der Feldstraße in Gütersloh das Angebot der EMU-Kids. „EMU“ steht für „Erweiterter Musikunterricht“ und meint, dass die teilnehmenden Kinder über den üblichen Musikunterricht hinaus 2 Stunden pro Woche Instrumentalunterricht entweder für Keyboard, Gitarre, Perkussion oder Gesang erhalten. Die Kosten für diesen Unterricht betragen 20 Euro pro Monat, eine Teilnahme ist freiwillig. Die Instrumente werden zunächst von der Schule gestellt und können auch nach dem Abschließen eines Leihvertrages an den Tagen, an denen kein EMU-Kids-Unterricht stattfindet, zum Üben mit nach Hause genommen werden. Denn regelmäßiges Üben ist eine Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Erlernen eines Musikinstrumentes! Wünschenswert ist es natürlich, dass die Kinder möglichst bald ihr eigenes Instrument besitzen.

Mit Dietlind Mudder und Sigrun Wolff von der Schule für Kunst und Musik haben wir 2 qualifizierte Instrumentalpädagoginnen gewinnen können, die den Keyboard- (Wolff) bzw. den Gesang- und Perkussionsunterricht (Mudder) durchführen. Frank Wölfer, Lehrer an unserer Schule und studierter Musiker, leitet die Gitarrengruppe.

Beginnend mit dem Jahrgang 3 im Schuljahr 2017/18 starteten die EMU-Kids mit 24 Kindern. Im Schuljahr 2018/19 folgte dann der nächste 3. Jahrgang. Mittelfristiges Ziel unserer Schule ist es, möglichst jedem Kind des 3. und 4. Jahrgangs die Möglichkeit zu bieten, ein Instrument im qualifizierten Instrumentalunterricht zu erlernen und die dort erlernten Fähigkeiten u. a. in kleinen Konzerten zu präsentieren.

Warum uns der Musikunterricht so wichtig ist

Inzwischen ist es aufgrund eines eindeutigen wissenschaftlichen Hintergrundes gang und gäbe, dass der Musikunterricht an Schulen zunehmend mehr Bedeutung erhält. Sowohl die Hirnforschung als auch Studien zur Entwicklung des Sozialverhaltens oder zur Steigerung der kognitiven Fähigkeiten haben ergeben, dass das Erlernen eines Musikinstrumentes – erst recht zusammen mit anderen Menschen – wie kaum eine andere Betätigung einen nachweisbar positiven Einfluss auf die geistig- emotionale Entwicklung hat (vgl. u. a. H. G. Bastian: Musik(erziehung) und ihre Wirkung, Mainz 2000).

Dabei spielen v. a. die sog. Soft Skills wie Teamfähigkeit, soziale oder methodische Kompetenzen eine große Rolle, werden diese doch besonders durch das Musikmachen in einer Gruppe nachhaltig gefördert und entwickelt. Noch dazu macht das Musizieren im Ensemble, aber natürlich auch allein, enorme Freude und kann einen großen Anteil an der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes haben, bereichert darüber hinaus auch das Schulleben im besonderen Maße.

Leider ist es aber derzeit noch so, dass diese Erkenntnisse erst allmählich im Schulalltag der Grundschulen umgesetzt werden. Dieses wollen wir mit dem EMU-Kids-Projekt nun an unserer Schule ändern. Natürlich steht und fällt ein solches Vorhaben mit der Unterstützung durch Eltern, Förderer und Stiftungen sowie durch den Schulträger selbst. Der Schulträger hat uns ermöglicht, verschiedene Instrumente wie z. B. Gitarren, Cajons, Keyboards und diverses Zubehör für dieses Projekt anzuschaffen. Darüber hinaus unterstützte uns die Familie-Osthushenrich-Stiftung aus Gütersloh mit einer Spende von 4000 Euro großzügig.

Am Interesse der Kinder sollte es jedenfalls nicht scheitern, zeigen diese doch insbesondere wenn es um das Spielen mit „richtigen“ Musikinstrumenten geht – meist enorme Freude. In den Gruppenarbeitsphasen des EMU-Musikunterrichts kann man dies besonders gut beobachten: Wenn Kinder sich mit Musikinstrumenten beschäftigen und gemeinsam ein Musikstück üben oder erarbeiten, kann ein Außenstehender leicht erkennen, dass besonders die nonverbale Ebene der Kommunikation zum Tragen kommt und so ALLE Gruppenmitglieder in einem Prozess des Schaffens und Erfahrens miteinbezogen werden. Auf diese Weise entsteht beim gemeinsamen Musikmachen ein ganz besonderes WIR-GEFÜHL, wo der Leistungsaspekt des Einzelnen nicht so entscheidend ist wie das Gesamtergebnis bzw. Gesamterlebnis in der Gruppe!

In einer Schule des gemeinsamen Lernens stellt das Musikmachen in einer Lerngruppe wie den EMU-Kids daher einen wesentlichen Bestandteil und eine wertvolle Bereicherung des Schullebens dar.